Hausbesetzung in Friedenau

Liebe Mitglieder und Unterstützende,

es ist passiert und gut verlaufen: ca 10 Frauen (und Atze als einziger Mann) haben das Leerstandshaus um 15 Uhr besetzt, viele schöne Transparente rausgehängt und “Sag mir quando” getönt. Die NachbarInnen, die es sich am Bauzaun bei Kaffee und Kuchen gut gehen ließen, waren begeistert und riefen Sprechchöre. Nach 1/2 Std. erschienen 2 kleine Polizeiautos mit 3 Polizistinnen(!), des weiteren ein größeres und dann 2 Wannen. (Vermutlich hat die Nachbarin aus dem Hinterhof sie gerufen. Frau G. war nicht vor Ort und auch die Polizei konnte sie nicht erreichen.)

Mary sprach als “Polizeibeauftragte” mit einigen Polizisten, wusste von nichts und wurde dann in Ruhe gelassen. Die Haus-Frauen verließen das Haus unbemerkt und mischten sich wieder unter die Nachbarschaft.

Die  letzten 3 wurden beim Verlassen des Hauses beobachtet und mussten ihre Personalien offenbaren. Danach durchsuchten Polizisten das Haus offensichtlich nach weiteren BesetzerInnenn und entfernten dann gegen 16:30 die Transparente.

Eine Spontan-Demo wollten sie das Ganze nicht nennen, aber auf eine Anzeige wegen unangemeldeter Versammlung verzichteten sie, weil wir schon am Aufräumen waren. So gingen wir friedlich auseinander und ließen das Fest im Amacord ausklingen.

Große Unterstützung und ein außergewöhnlicher Kuchen kamen von der “Antifa” (wie Julius sie nannte), die zahlreich erschienen warund offensichtlich viel Spaß hatte an der Aktion.

Pressevertreter waren da vom Info-Radio und der Abendschau, sowie vom Neuen Deutschland.

Telefonisch interessierten sich die dpa, Eva Noetzel von der Berliner Woche und der Tagesspiegel. Mal sehen, was da noch – außer dem kurzen Abendschaubericht – medial rüberkommt.

Die Aktivistinnen sind heute abend zufrieden und müde, glaube ich. Es war eine runde Sache: total aufregend, machte Spaß und war erfolgreich. Erstaunlich, was wir so auf die Beine stellen!

Erfreut Euch an den Fotos und teilt Eure Reaktionen mit uns.

Herzlich grüßt Euch Ingrid